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DIE GLORREICHEN SIEBEN

Das Verhältnis des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa zu seinen westlichen Kollegen war Anfang der 1960er Jahre durchaus belastet. So musste Kurosawa feststellen, dass sich Sergio Leone 1964 für seinen Italowestern-Klassiker „Für eine Handvoll Dollar“ bei „Yojimbo – Der Leibwächter“ von 1961 bedient hatte. Einige Jahre zuvor war Kurosawa bereits von John Sturges übergangen worden, der aus „Die Sieben Samurai“ von 1954 ein Western-Remake gemacht hatte. Sieht man von den urheberrechtlichen Problemen ab, gelang Sturges, der 1963 mit „Gesprengte Ketten“ einen weiteren Klassiker drehte, mit „Die glorreichen Sieben“ („The Magnificent Seven“) einer der bedeutendsten amerikanischen Western der damaligen Zeit, der mit seiner pessimistischen Darstellung von Heldentum quasi den Spätwestern einläutete. Aufgrund des Erfolgs von „Die glorreichen Sieben“ entstanden zwischen 1966 und 1972 noch drei weitere Filme nach ähnlichem Schema, die aber nicht an die Qualitäten des Originals heranreichten. In der direkten Fortsetzung „Die Rückkehr der glorreichen Sieben“ tauchte zumindest noch Yul Brynner als einer der drei überlebenden glorreichen Sieben auf, danach übernahmen George Kennedy und Lee Van Cleef dessen Rolle. Inzwischen gibt es eine Box mit allen vier Filmen, ebenso wie eine Mediabook-Edition mit UHD-Disc und normaler Blu-ray (das Bonusmaterial stammt von älteren Veröffentlichungen) von „Die glorreichen Sieben“ in einer neuen 4K-Restauration. „Die glorreichen Sieben“ hat über die Jahre wenig von seinem Reiz eingebüsst, in dem eine u.a. aus Steve McQueen, Horst Buchholz, Robert Vaughn, James Coburn und Charles Bronson bestehende Söldnertruppe ein armes mexikanisches Dorf vor einer von Eli Wallach angeführten Banditenbande schützen soll und dabei einen überraschenden Idealismus an den Tag legt.

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