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DIE LETZTEN BEISSEN DIE HUNDE

Vor ein paar Jahren hatte „American Psycho“-Autor Bret Easton Ellis in einem Artikel angemerkt, dass ihn kein Niedergang in der Geschichte Hollywoods so verfolgen würde wie der des 2016 verstorbenen Michael Cimino, der durch seine künstlerischen Ambitionen in einer Industrie, deren Regeln er nicht befolgen wollte, zerstört worden sei. Denn mit seinem erst viele Jahre später zum Meisterwerk erklärten Film „Heaven’s Gate“ von 1980 hatte Cimino durch seine Besessenheit das New Hollywood, das ihn hervorgebracht hatte, und ein Filmstudio ruiniert. In Folge hatte sich Cimino so vielen Schönheitsoperationen unterzogen, dass er später kaum noch wiederzuerkennen war. 1979 mit 40 Jahren, als sein ein Jahr zuvor entstandener Antikriegsfilm „Die durch die Hölle gehen“ mit fünf Oscars ausgezeichnet wurde, trugen ihn die Kritiker noch auf Händen und Cimino war nach nur zwei Filmen für einen kurzen Moment der berühmteste Regisseur der Welt. Bevor er 1974 mit „Die Letzten beißen die Hunde“ („Thunderbolt and Lightfoot“) sein Debüt als Regisseur gab, hatte der Kunst- und Architektur-Student Cimino bereits als Co-Drehbuchautor bei „Lautlos im Weltraum“ und „Dirty Harry II – Calahan“ mit Clint Eastwood erfolgreich erste Erfahrungen im Filmgeschäft sammeln können. Eastwood spielte dann neben Jeff Bridges auch die Hauptrolle in „Die Letzten beißen die Hunde“, einer noch massenwirksameren, toll fotografierten Mischung aus Gangsterkomödie und Roadmovie mit leicht homoerotischen Untertönen, in denen es die beiden Kriminellen Thunderbolt und Lightfoot und ihre Kompagnons auf die gut versteckte Beute aus einem Raubüberfall abgesehen haben. Bereits 2018 erschien Ciminos gelungener Debütfilm in einer qualitativ sehr guten 2-Disc-Mediabook-Edition mit überschaubarem Bonusmaterial, inzwischen gibt es eine 4K-Neuauflage.

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