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DIE MORDE DES HERRN ABC - Ein Poirot-Krimi

Agatha Christie, Frédéric Brémaud, Alberto Zanon

Der ursprünglich 1936 in England erschienene 18. Agatha Christie-Roman tut genau das, was von einem Hercule Poirot-Fall zu erwarten ist. Er unterhält kurzweilig, geräuscharm und kommt dabei ab und an mit einer unerwarteten Wendung um die Ecke. Erzählt wird, wie in einigen anderen Poirot-Abenteuern auch, aus der Perspektive des Poirot-Freunds und zufälligen Co-Ermittlers Arthur Hastings, der bei einem Besuch in die Aufklärung einer besonders rätselhaften Serie von im Vorfeld angekündigten Morden verwickelt wird. Bemerkenswert ist dabei die Thematisierung eines Kriegstraumas, das eine zentrale Stellung in der Lösung einnimmt. Die in Christies Ausgangsfassung vorliegende Verflechtung von Erzählperspektiven in der ersten und dritten Person kommt dabei in der Graphic-Novel-Version zwar nicht so recht zur Geltung, sonst gelingt es Szenarist Frédéric Brémaud aber ziemlich gut, das Flair der Vorlage einzufangen. Zanons leicht karikaturhafte Panels erinnern dabei ein wenig an Peter Ustinovs dezent ironisch überdrehte Poirot-Darstellung. Nette Krimi-Kost für zwischendurch.

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