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DISTASTE

Agoniepositur

Heute Morgen ging mir noch durch den Kopf, dass ich hier langsam vom Grind-Onkel zum Black Metal-Vetter werde. Und zack, ein paar Stunden später ballern mir die Linzer DISTASTE mit ihrem fünften Album „Agoniepositur“ ein feines Brett Grindcore vor den Latz. Wenn du überall mit NASUM und ROTTEN SOUND verglichen wirst, ist das zwar eine Form von Anerkennung, aber wird dem Vierer nicht unbedingt gerecht. Im Überschallbereich einen eigenen Charakter zu haben, ist sicher eine Herausforderung, aber DISTASTE bekommen das dadurch hin, dass sie exzellente deutsche Texte schreiben, die klar gegen rechte Positionen Stellung beziehen und dabei so einfach wie wirkungsvoll sind. „Klein, grau und bitter. Fast so wie Hitler / Fascho wie Hitler / Fascho wie Wichser“ aus dem Opener „Furunkelmann“ sei da nur als Beispiel genannt. Ansonsten brechen sie Geschwindigkeitsrekorde und blasten ohne Erbarmen. Ab und an ist man sich aber nicht sicher, ob das noch ein Mensch ist oder schon ein Computer, der da trommelt. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt, den man am sonst druckvollen und transparenten Sound anbringen kann. Sehr gute Grind-Scheibe.

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