Foto

DIARIES OF DESTRUCTION

DoD II

Das selbstbetitelte Debüt bildete die Gefühlslage inmitten der Corona-Pandemie ab. Sein Nachfolger, Self-titled Teil II, arbeitet daran, den Frequenzbereich und die Dynamik von Metal zu erweitern, indem Elif Yalvaç die elektronischen Klänge von Ambient und Noise sowie die Einflüsse von Mikrotonalität im Rahmen von experimentellem Metal zur Entfaltung kommen lässt. Der türkischen Musikerin, die 2021 nach London gezogen ist, ist ein ziemlich eigenwilliger Entwurf von Drone Metal und Soundscapes gelungen. Unterstützung erhält sie allein von dem Bassisten Jordan Muscatello, der ebenfalls an den Schnittstellen von experimenteller und improvisierter Musik operiert. Elif Yalvaç verwendet Laptop, Synthesizer, Field-Recordings, eine Bariton-Gitarre und etliche Pedale, um einen Sound zu kreieren, der Wohlbehagen auslösen oder sich in einer verschwommenen Brutalität auflösen kann. Verstörende, zum Teil unzusammenhängende Drone-Metal-Gitarren reihen sich ein in einen Gesamtsound, der neben den nebulösen Bässen von spannendem, voluminösem Ambient durchsetzt ist und keine perkussiven Elemente benötigt, um einen in den Grundfesten zu erschüttern.

Anzeige