
Die DONOTS haben ein Unplugged-Album veröffentlicht und Songs aus ihrem Œuvre neu interpretiert, teilweise mit Gastmusikern. Los geht es unvermittelt orchestral mit „Allein zu allein“, das mit seiner Leichtigkeit an Frank Turner erinnert, der auf hier natürlich beim abschließendem „So long“ auch mit dabei ist. Danach zeigt „Dead man walking“, dass ein Akustikalbum auch Abriss kann, der Song besitzt in der Version, nicht zuletzt dank der Mitwirkung von Chuck Ragan, überraschend viel Wumms. „Stop the clocks“ hört sich unverstärkt gar nicht so anders an als im Original, kommt dafür mit der wohl prominentesten Unterstützung des Albums: Campino von DIE TOTEN HOSEN sowie am Akkordeon Matt Hensley von FLOGGING MOLLY. „Wake the dogs“ verliert ähnlich wie „Dead man walking“ nichts von seinem Schmiss. Das Arrangement ist hier besonders gelungen, das Klavier bekommt dem Song gut und meiner Ansicht nach hat er in dieser Fassung sogar mehr zu bieten als im Original. Ähnlich ist es bei „Problem kein Problem“, das hier noch einen Ticken schneller gespielt wird als gewohnt. Drei Songs später spielen sie THE CLASH. Ach nee, ist doch „Calling“, aber mit „Guns of Brixton“-Basslauf. „Augen sehen“ gibt es in einer Variante, die man schon von Konzerten her kennt, nämlich aufs Wesentliche – Guido plus Gitarre – reduziert. Insgesamt eine schöne Sammlung alternativer Songversionen, die man aber nicht unbedingt im Plattenschrank braucht, wenn man kein DONOTS-Fan ist.
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