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DRANGSAL

Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen

Vor neun Jahren ist Max Gruber aka DRANGSAL als No Name mit seinem Debütalbum „Harieschaim“ aufgeploppt und hat sich als deutsche Antwort auf THE CURE etabliert. Aufgewachsen in der pfälzischen Provinz, aber irgendwann nach Berlin ausgewandert. Seitdem hat er sich zur festen Größe im queeren Underground gemausert und unzählige Kooperations-Projekte angestoßen. Unter anderem mit GEWALT, BLOND oder dem Rapper Casper. Anfangs geprägt von 1980er-Heroes wie DEPECHE MODE oder THE SMITHS hat der Autodidakt inzwischen eine ganz eigene Musiksprache entwickelt. Album Nummer fünf ist eher von Gitarren als von Synthies geprägt. Das liegt vielleicht daran, dass DRANGSAL vom Solo-Projekt zur veritablen Band gemorpht ist. Lukas Korn, normalerweise Gitarrist bei LYSCHKO, und Marvin Holley, Komponist von Film- und Theatermusik, machen DRANGSAL zum Trio. Das Ergebnis klingt sehr poppig und sehr orchestral. Mit Chören, Klavier, Streichern, Querflöte und Saxofon. Neben melancholischen Hymnen gibt’s auch mal Technobeats. An jeder Ecke wartet eine Überraschung. Auf jeden Fall ganz anders als die ersten vier Alben von DRANGSAL. Max singt mal auf Deutsch, mal auf Englisch, geblieben ist die ewige Suche. Nach Glück, Zufriedenheit und Identität. Ein sehr poetisches Experiment, produziert von Max Rieger (DIE NERVEN). Gewagt, aber gut.

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