
Jetzt hat es also auch DREI METER FELDWEG erwischt: Sie haben ihren eigenen Kegelverein und singen „Gut Holz“. Der Inbegriff von Spießig- und Piefigkeit. So ganz ernst meinen sie das natürlich nicht. Dazu muss man dieses Album eben nur mal über den Opener „KGLVRN“ hinaus hören. Dann fällt auf, es geht nicht nur um Kegeln. Es geht vor allem auch um die Bewältigung von persönlichen Krisen und toxischen Beziehungsdramen. Und um eine kritische Bestandsaufnahme des Ist-Zustands der Welt, wenn sich die Band der Themen Klimaschutz („Wolken im Paradies“), Clubsterben („Letzter Tanz“) oder soziale Medien („Alle deine Bilder“) annimmt. Verpackt ist all das in soliden Punkrock, der nur wegen des Vocoders bei „Keine Worte“ ein wenig abfällt. Ein solides, gutes Album, das zeigt, wie sehr diese Band in den vergangenen paar Jahren gewachsen ist.
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