
Das Frankfurter Duo mit der angeblich schon mehr als 20-jährigen Existenz schlägt mit zwei neuen Songs zu und veröffentlicht damit Track Nummer sechs und sieben. DRÖHN sind eine dieser Bands, für die ich diesen Job hier liebe. Unbekannt, eigenwillig, aber trotzdem auf ihre Weise gut. Und das ist bei DRÖHN beinahe poppiger Doom mit großen Melodien und nicht nachvollziehbaren deutschen Texten, tief und mit übertrieben rollendem R gegrowlt, der TUNNELBOHRER lässt grüßen. Dabei sind DRÖHN im Gegensatz zu vielen Punk-Kollegen keine Dilettanten, sondern wissen, wie man auch Songs mit Überlänge schreibt, ohne zu langweilen. Da darf es auch mal ein Klavier sein, bevor es in einen hymnischen Gothic-Part übergeht, der letztendlich von sägenden Gitarren zerfressen wird. Doch, DRÖHN wissen, was sie tun, und sind auf ihre Art verdammt sympathisch.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Ollie Fröhlich
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #166 Februar/März 2023 und Ollie Fröhlich