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IN GAFFA

Dunkel, oh ha!

Es ist Sommer, du sitzt mit Freund:innen am Ufer des größten Flusses deines Wohnorts. Nebenan steht die Bühne eines Umsonst-und-draußen-Festivals. Ihr seid gar nicht wegen einer bestimmten Band hier, sondern weil Live-Musik bei gutem Wetter immer passt. Es gibt Bier und ein bisschen was zu kiffen. Von weitem hört ihr, was da gerade auf der Bühne passiert. Klingt irgendwie gut eingängig, hat aber trotzdem Ecken und Kanten, die dir beim Hinhören immer wieder auffallen. Der trockene Bass ist ziemlich präsent und spielt allerlei interessante Licks, von denen du dir denkst, das müsste ich bei der nächsten Probe auch mal ausprobieren. Auch die Rhythmen sind, dem Universum sei es gedankt, keine stumpfen Rockbeats aus der AC/DC-Schule, sondern etwas vertrackter, aber nicht nervig. Die können was, merkst du, und das Tolle ist: Sie geben damit nicht an. Du fragst dich, wann du dich das letzte Mal durch deine Mathrock-Scheiben gehört hast, und stellst fest, dass es mal wieder an der Zeit wäre. Später, zu Hause, als du das frisch gekaufte Album von IN GAFFA auflegst, fallen dir dann noch die hübschen glockenhellen Chöre in den Songs auf. Waren die beim Gig auch dabei? Und warum denkst du gerade an NOTWIST? Oder hattest du eine Tüte zu viel? Egal. Das mit den Chören gefällt dir gut. Und somit auch die komplette fast-instrumentale Post-Rock-Platte mit relaxten Prog-Anteilen von diesem Trio, das aus Chefkoch Schulz und zwei Dritteln von OCTO besteht.

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