
„Area Silenzio“ ist das Debütalbum eines in Bezug auf Plattenveröffentlichungen bis dato nicht großartig in Erscheinung getretenen französischen Trios mit eigenartigem Bandnamen, das aber zuvor bereits durch ganz Europa getourt ist. Bassist Maxence Mesnier, Gitarristin Elisa Artero und Keyboarderin Amélie Guillon, die sich den Gesang in den meisten Songs teilen, vertrauen dabei auf einen Drumcomputer, der deutlich überzeugender wirkt als damals Doktor Avalanche bei den THE SISTERS OF MERCY. Aber auch ansonsten sind EAT-GIRLS musikalisch den Klängen der Post-Punk- und Synthpop-Ära verbunden, wo teilweise THE CURE zu „Faith“-Zeiten, TUXEDOMOON (vor allem das erste Album „Half Mute“), X-MAL DEUTSCHLAND oder frühe COCTEAU TWINS um die Ecke lugen und „Area Silenzio“ zu einem geisterhaften, düsteren Gothic-Rock-Dreampop-Minimal-Elektronik-Hybriden machen. Obwohl EAT-GIRLS dabei selten richtig laut oder aggressiv werden, hinterlässt ihr unaufgeregtes Debüt gerade aufgrund seiner atmosphärischen Qualitäten und subtilen Einfachheit erstaunlich viel Eindruck.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Thomas Kerpen