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EMPEREUR

Eau Rouge

Eine sehr eigenwillige Banddomain hat das belgische Trio, bestehend aus Laurent Bencharif (bs), Jérôme Elleboudt (dr) und Paul Paccaud (voc, gt): unter empe.re/ur erreicht man diese. Als „Post-punk from Brussels, Belgium“ beschreiben sie sich da, ergänzt um den Claim „The steel, the sweat and the cold.“ Nun gibt es dieser Tage nicht wenige Bands, die aus alten Sounds neue Songs stricken, aber manche verpuffen nach anfänglicher Begeisterung recht schnell. Bei EMPEREUR bin ich vom Gegenteil überzeugt. Die veröffentlichten 2015 eine 7“ und ein Tape und 2017 eine 12“, melden sich aber erst jetzt mit einem kompletten Album zurück, auf dem sie sowohl auf Französisch wie Englisch singen. Wer hier auf Synthie und Keyboard wartet, tut das (fast) umsonst (siehe „Hanging around“): das ist Dunkelpunk in klassischer Trio-Besetzung und exakt der Stoff, den man hören will, wenn man CHARLES DE GOAL vergöttert, FRUSTRATION feiert und JOY DIVISION in ihrer roughen, frühen WARSAW-Phase liebt. Sehr basic und straight, wütend und mitreißend. Wäre live mal eine coole Kombination mit KONTROLLE.

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