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EDDINGTON

Der US-amerikanische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Ari Aster war bisher immer ein Garant für eigenwillige Filme, wie etwa seine ersten beiden Werke „Hereditary“ von 2018 und „Midsommar“ von 2019, die sich mit fast surrealer Erzählweise dem Horrorgenre annahmen und sowohl drastische Schockeffekte als auch kunstvolle Bildkompositionen boten. Sein letzter Film, „Beau Is Afraid“ von 2023 mit Joaquin Phoenix als Hauptdarsteller, war eine Art kafkaeske „Albtraumkomödie“ mit herrlich absurdem Penismonster am Schluss, die sich noch mehr von konventionellen Erzählstrukturen entfernte, durchaus verwandt mit den Arbeiten von David Lynch, Quentin Dupieux oder Wes Anderson. Phoenix spielt auch in seinem aktuellen Film „Eddington“ die Hauptrolle, der geerdeter als „Beau Is Afraid“ daherkommt, aber das Publikums ähnlich verwirrt zurücklassen dürfte. „Eddington“ ist 2020 während der COVID-19-Pandemie angesiedelt und der Schauplatz ist die titelgebende fiktive Kleinstadt in New Mexico. Der dortige Sheriff Joe Cross wird von Phoenix auf seine gewohnt verwirrte Art gespielt, so als ob Beau aus dem vorherigen Film Gesetzeshüter geworden wäre. Cross sträubt sich gegen die Maskenpflicht und legt auch ansonsten ein recht seltsames Verhalten an den Tag. Schließlich führen seine Konflikte mit dem amtierenden Bürgermeister dazu, dass er selbst für dieses Amt kandidiert, wodurch es in der Kleinstadt zu einer Gewalteskalation kommt. „Eddington“ ist eine chaotische Mischung aus schwarzer Komödie und Neo-Western mit strapaziöser Überlänge, die auch ein satirisches Bild der aktuellen Zustände im von Verschwörungstheorien und Realitätsverweigerung geprägten Trump-Amerika liefern will, aber letztendlich an der eigenen Überambitioniertheit scheitert, da durch Asters nihilistische Inszenierung nichts wirklich Sinn ergibt.

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