
Mit dem letzten Album „We Salute You, You And You!“ von 2022 der schwedischen, seit 2003 existenten Post-Rock-Formation EF war ich recht hart ins Gericht gegangen („die Kopie der Kopie ...“), möglicherweise einem gewissen Verdruss gegenüber (überwiegend) instrumentalen Postrockern mit Neo-Klassik-Ambitionen geschuldet. Jetzt haben EF ihr Debütalbum „Give Me Beauty ... Or Give Me Death!“ von 2006 (zuvor erschienen drei selbstvertriebene Demos), das ursprünglich auf dem kleinen schwedischen Label And The Sound Records rauskam, für Pelagic neu eingespielt. Der grundsätzliche Sound von EF hat sich aber nicht großartig verändert, „Give Me Beauty ...“ weist dieselben Stärken und Schwächen wie das letzte Album auf, und fast könnte man meinen, die Schweden hätten in musikalischer Hinsicht bereits alles gesagt. Einer Band wie MOGWAI dagegen gelingt es immer wieder, sich zumindest in Teilen neu zu erfinden. Dennoch schaffen es EF in den sinfonischeren Momenten, wenn sie sich von allzu bekannten Post-Rock-Stereotypen lösen können, ihre Energien in spannenderer Form zu bündeln und freizusetzen, bevor sie wieder in mediokre Sphären abdriften. „Give Me Beauty ...“ ist kein schlechtes Album, die Neueinspielung hat auf jeden Fall den generellen Sound verbessert, aber es fehlt ein echter Wiedererkennungswert, der die epische Spieldauer von 60 Minuten (dank zwei neuer Tracks) überdauert.
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