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EUROSUITE

Totally Fine

Schreiend poppig und mit passendem Farbton der LP in der Farbe Neon Magenta bringt das Album „Totally Fine“ nicht nur optisch Abwechslung in meine Plattensammlung. Das dritte Album des britischen Quartetts ist ein von Gitarre und Synthesizer geprägtes kurzweiliges Vergnügen. Dabei verbreiten sich noiseartige Rauchschwaden im ganzen Raum und den anliegenden Fluren. Diese verzweigen sich immer weiter, so divers gestalten sich die Songs in ihrer Unterschiedlichkeit. Und doch merkt man, dass sie alle zu einem Gebäude gehören. Und dies entspricht nicht unbedingt den architektonischen Maßstäben von Synthpunk, Pop, Electro oder wie es zu betiteln wäre. Die Musik tanzt verrückt zwischen den Räumen hin und her, gönnt sich nur in einigen Nischen zeitweilige Ruhepausen und kommt danach direkt mit einer neuen Idee um die Ecke, die dann für die nächsten Takte maßgebend ist. Hämmernde einzelne Töne, abgehackte Melodien treffen auf bis aufs Mindestmaß reduzierte und sich repetierende Klänge. Das Album ist Spielball vieler musikalischer Einflüsse, dabei nicht willkürlich, sondern vielmehr vergnügt alles ausprobieren könnend. Die ersten Umdrehungen waren anstrengend, da sie meinen Hörgewohnheiten entgegenliefen, aber je öfter ich das Album höre, desto mehr wünsche ich mir dieses poppige Ideenspektakel live zu sehen.

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