Foto

MARK MOLNAR

EXO

Mark Molnar kreiert Weite in der engen Kammer. Die Musik auf „EXO“ ist neoklassische Kammermusik mit Weitblick. In der eigenen Vorstellung ist es in dieser gedanklichen Kammer ruhig und behaglich. Doch die Musik auf dem Debüt für Constellation atmet Düsternis und elegische Schwere. Das spiegelt sich auch in der Benennung der Stücke: Das dreigeteilte „pallida Mors“ ist von einem unheimlich ergreifenden Pianomotiv eingerahmt und gliedert sich in Beunruhigung, Ausweglosigkeit und Leid. Während er auf früheren Veröffentlichungen in wenigen Tagen komponierte Musik auf einem Steinway-Flügel präsentierte, ist „EXO“ thematisch und bezüglich der Anzahl der verwendeten Instrumente ein großer Wurf. Harfe, Klavier, Stimme, Geigen, Violas, Cellos, Kontrabass und Percussions erwecken eine instrumentale Welt, die sich stilistisch an György Ligeti und STARS OF THE LID orientiert, und von Künstlerinnen wie Ava Rasti und Lea Bertucci weiterentwickelt wird.

Anzeige