
Falls sich jemand fragt, wer eigentlich dieser Malphas ist, sei es kurz erklärt: Der J.D. Vance der Hölle, also der Vizepräsident direkt nach Satan. Damit wäre schon geklärt, dass das Schweizer Quartett Black Metal spielt. Und, nebenbei erwähnt, verdammt guten. Es gibt personelle Überschneidungen zu CHOTZÄ, die im Vergleich aber plump und primitiv wirken, während es MALPHAS deutlich komplexer angehen lassen. Wüsste ich es nicht besser, würden sie glatt als Schweden durchgehen, also Black Metal mit Raserei und Melodie spielen, DARK FUNERAL und WATAIN lassen grüßen. Und während Beginn und Ende des Albums mit starken Hochgeschwindigkeitsriffs und feinen Details punkten, ist der Mittelteil zurückgenommen und melancholisch-harmonisch. Der sehr transparente Sound – ich höre einen Bass auf einer Black-Metal-Scheibe – tut sein Übriges, MALPHAS mit „Extinct“ direkt in die Oberliga zu transportieren. Kleine Band, großes Album.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Ollie Fröhlich