FARGO

Trotz guter Kritiken habe ich bisher keine einzige Folge der 2014 gestarteten „Fargo“-Serie gesehen, von der es inzwischen fünf Staffeln gibt. Die Coen-Brüder sind bei diesem Spin-off ihres gleichnamigen Films aus dem Jahr 1996, das sich vor allem hinsichtlich der grotesken Atmosphäre am im verschneiten nördlichen Mittleren Westen der USA angesiedelten Original orientiert, sogar Executive Producers. Oftmals hat man einfach keine Lust, sich einen Film durch eine künstlich aufgeblähte Serie kaputtmachen zu lassen, die nur in Grundzügen etwas mit dem Original zu tun hat. Zumal „Fargo“ neben „Arizona Junior“ von 1987 einer meiner Lieblingsfilme der Brüder Ethan und Joel Coen ist, die auch mal dazu neigen, eher schwergängige Werke zu produzieren, oder komplett misslungene wie ihre Remakes „Ladykillers“ (2004) und „True Grit“ (2010). Die generelle Beliebtheit von „Fargo“ spiegelt sich auch in den zahlreichen DVD- und Blu-ray-Neuauflagen der letzten 20 Jahre wider, hinzu kam jetzt noch eine UHD-Veröffentlichung. Allerdings gab es bereits 2014 eine remastertete 4K-Neuauflage, dafür wurde jetzt das Bonusmaterial etwas erweitert. UHD-Disc und die normale Blu-ray stecken im limitierten Mediabook mit Booklet, eine preisgünstigere DVD-Neuauflage mit identischem Bonusmaterial gibt es ebenfalls. Zu Beginn wird man darüber aufgeklärt, dass der Film auf wahren Begebenheiten beruhen würde, ein Verbrechen, das im Jahr 1987 in Minnesota geschah, aber das ist eine dreiste Lüge der Filmemacher. „Fargo“ besticht durch eine herrlich groteske und makabere Story über einen erfolglosen Autohändler, der seine finanziellen Probleme durch die Entführung seiner eigenen Ehefrau lösen will, dem aber letztendlich die beiden dafür engagierten trotteligen Gangster und eine hartnäckige hochschwangere Provinzpolizistin einen Strich durch die Rechnung machen.

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