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HARABALL

Fear Of The Plow

„Don’t fear the reaper“, verkündeten einst BLUE ÖYSTER CULT in Bezug auf den grimmigen Schnitter – und die Norweger HARABALL warnen nun ... vor dem Pflug. Aus der Reihe „Rätselhafte Albumtitel und was sie wohl bedeuten mögen“. Auf dem Cover – das Artwork ist von Sänger und Texter Jon Eivind Eriksen – sieht man eine abgetrennte Hand, eine Halskette haltend, viel Blut und den Titel damit an die Wand geschrieben. Geht es um Arbeitsunfälle mit Gliederabtrennung in der Landwirtschaft? Der Text des gleichnamigen Songs hilft hier nicht weiter, ist so rätselhaft wie alle anderen. Und im Refrain kommt vor dem Satz „fear of the plow“ noch „fear of the basilisk“. Basilikumphobie? Nein ... „Ein Basilisk ist ein Fabelwesen, das Feinde mit seinem Blick vernichten kann.“ Und da ist was mit einem Internet-AI-Phänomen namens „Roko’s Basilisk“. Okay, ich bin hier inhaltlich raus. Musikalisch sind HARABALL weniger enigmatisch auf ihrem ersten neuen Album seit „Hypno“ von 2018, und kaum war „Fear Of The Plow“ aufgenommen, war die Besetzung auch schon wieder durcheinander: Bassist Vegard ist raus wegen Umzug, Gitarrist William übernahm den Viersaiter, und Tronds Gitarre klingt live nun eben wie zwei. HARABALL sind immer noch eine düstere Macht, da ist überall diese WIPERS-Intensität, dieser Drive früher ROCKET FROM THE CRYPT-Alben, dieser Rock-Vibe norwegischer Kollegen wie THE GOOD THE BAD AND THE ZUGLY oder KVELERTAK – und dieser finstere, dystopische Sound à la AMEBIX oder KILLING JOKE. Aufgenommen und produziert wurde das in einer transparenten Opulenz, die man bei einer DIY-Band kaum vermutet, das Album bläst einen in seiner Mächtigkeit geradezu weg. Leider immer noch ein Geheimtipp.

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