
Das Coverfoto ziert ein voll vermüllter Kaugummiautomat, eben „Süßes für die Welt“. Die ersten Akkorde „Make the world lebensfeindlich again“ erklingen und spontan denke ich an TODESKOMMANDO ATOMSTURM, DEAD END KIDS oder auch HANS-A-PLAST. Dann erinnern FEHLERBARIK in ihren vertrackten Momenten durchaus auch an JINGO DE LUNCH oder F.F.F. Die Kölner:innen spielen ziemlich abwechslungsreichen Punk, gepaart mit zahlreichen Finessen wie etwa Latinobeats und ja, das passt sehr gut zusammen. Jede Menge Wut knallt aus den Boxen und auch textlich verteilt die Band ordentlich Schellen für Narzissten, Macker und Konsumgesellschaft. Aber auch das eigene Verhalten wird kritisch auf den Prüfstand gestellt und direkt angesprochen. Die Platte hat zehn Songs. Auf der A-Seite befinden sich fünf neue Stücke, auf der Flipside die fünf Tracks von ihrer 7“ „Montagsproduktion“ von 2023. Hey, „Wirtschaft“ kommt mir irgendwie bekannt vor, „Frollein“ dürfte auch auf eigenen Erfahrungen beruhen. Wer abwechslungsreichen deutschen Punk mag, der wie bei „Mao Maulkorb“ auch aus den späten 1980ern kommen kann, sollte hier nicht nur ein Ohr riskieren. „Schlechte Laune“ macht diese Scheibe definitiv nicht. Je öfter ich die Platte höre, desto beeindruckter bin ich. Faszinierend!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und Triebi Instabil