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FERIEN AUF DER RATIOFARM

Monument der Hingabe

Es schürt gewisse Erwartungshaltungen, wenn man einen Plattentitel wie „Monument der Hingabe“ liest. „Ein paar Liedchen der Hingabe“ wäre zugegebenermaßen weniger schmissig, aber bescheidener. Aber nein, ein Monument soll es also sein. Die Frankfurter FERIEN AUF DER RATIOFARM wollen es eben wissen und das ist legitim. Vor allem weil ich ihr neues Album mag. Hier wird so mancher Knopf gedrückt, der den Wohlfühlmodus aktiviert. Eine Menge Gefühl steckt in der Musik, die wohl nicht zuletzt wegen des auffälligen Gesangs stark an KETTCAR erinnert. Eine Version von KETTCAR, die mehr Bock auf verzerrte Gitarren hat. Im Unterschied zu jener Referenz halten es FERIEN AUF DER RATIOFARM textlich gerne direkt politisch. Sie umschiffen dabei gekonnt die Grenzen hin zum allzu plakativen Gestus. Das ist nicht leicht und muss honoriert werden. Es ist sogar ein gewisses Hitpotenzial zu erkennen, unter anderem in dem Song „Unser Mitgefühl kennt Grenzen“. Ich bin nicht sicher, ob FERIEN AUF DER RATIOFARM ein Monument erschaffen haben, aber sie haben eine gute Platte gemacht.

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