Foto

ELECTRIC SIX

Fire

Ein fast vergessenes Kleinod aus den 2000er Jahren: das Debütalbum von ELECTRIC SIX. Im gleichen Jahr erschienen wie „Scandinavian Leather“ von TURBONEGRO, sind Gemeinsamkeiten zwischen den Denim-Boys aus Oslo und den Disco-Rockern aus Detroit unüberhörbar. Harte Gitarren, funky Beats und glamouröses Auftreten. Stagenames, zweideutige Texte und Pop-Appeal. Die Songs heißen „Naked picture (Of your mother)“ oder „Nuclear war (On the dance floor)“, die Texte schrammen haarscharf am Nonsens vorbei. Songs wie „Gay bar“ oder „Dance commander“ sind allerdings höchst tanzbar. Eine sehr unterhaltsame Mischung aus Punk, Glam, Disco und Stadionrock. Der größte Hit der Platte war „Danger! High volume“, der bis auf Platz zwei der britischen Single-Charts geklettert ist. Gerüchteweise steuerte Jack White von THE WHITE STRIPES die Backing-Vocals bei. Sänger Tyler Spencer aka Dick Valentine klingt streckenweise fast schon wie Tom Jones. ELECTRIC SIX sind für mich die VILLAGE PEOPLE des neuen Jahrtausends. Das ursprüngliche Album hatte 13 Tracks und wurde in den White Room Studios in Michigan aufgenommen. Jetzt ist eine remasterte Version von „Fire“ auf Vinyl und CD erschienen. Die CD enthält fünf Bonustracks. Eine Demoversion, zwei Single-Releases, ein Live-Track und ein unveröffentlichter Song. Für Sammler.

Anzeige