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FORMAT

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Wenn ich mal ein Buch herausgeben sollte, in der Promotexte mit der Frage konfrontiert werden, wer um alles in der Welt auf diese Referenzen gekommen ist, könnte ich im Anhang gleich die Drogen aufzählen, die eventuell im Spiel waren. IDLES und FONTAINES D.C., really? Kann man machen, aber ich sehe hier eher Bands wie DIE NERVEN, BELGRAD, KARIES, MONOCHROME – „Unzufrieden“, was ein Hit, den du beim zweiten Mal mitsingen kannst und wirst – und weitere, die gekonnt zwischen Spannungsaufbau und Eruption zu pendeln wissen. Wer weiß, vielleicht bin ich aber auch nur zu doof oder eben ein Prolet. Neun deutschsprachige Songs, denen Kraut, Indie und kontrollierter Lärm nicht fern sind. „14:30“ erinnert mich an das großartige Debüt von ROTTLER, feinfühliger Text, Anlauf nehmen, noch mal verzögern, um dann zu explodieren. Das Backcover mit dem Aufnahme-Setting und dem Equipment hätte Steve Albini Freude bereitet, allerdings hätte er bei der Wahl der Mikrofone sicher auch Optimierungsvorschläge unterbreitet. DAS FORMAT laufen dann zur Höchstform auf, wenn die leichten Töne vom Indie-Sound in die härtere Gangart zum Noise übergehen. Mit „Lösung“ gibt es ganz am Ende einen zweiten Hit, der auch aus der Feder einer Stuttgarter Band hätte stammen können, er hätte nur anders geendet. Gelungenes Debüt, zu dem ich gerne Nachschlag haben möchte.

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