
Ja fuck, auf der Liste der Bands, deren Shows ich bislang immer verpasst habe, stehen SCHOOL DRUGS aus New Jersey ganz oben. Das wird mir angesichts ihres neuen Albums „Funeral Arrangements“ (der Vorgänger „Modern Medicine“ kam 2019, seitdem ein paar Siebenzöller) schmerzlich bewusst. Es ist eine dieser Platten, die mir bewusst macht, warum Hardcore-Punk in seiner klassischen Machart mit die genialste Musik der Welt ist. Zwölf Songs werden in 25 Minuten runtergeholzt und damit ist schon fast alles gesagt. „We will be back in Europe in 2027“, schreibt mir Josh Jurk (voc, key) auf dem Zettel, den er der CD beigelegt hat, und auch das ist soooo Hardcore: Mein Plattenregal ist voll mit all den coolen alten Scheiben, in denen bis heute die Zettel mit kurzen handschriftlichen Grüßen von Labelmachern und Musiker:innen stecken – versuch das mal mit Spotifuck. SCHOOL DRUGS erinnern mich hier immer wieder an die genialen (texanischen) OFFENDERS, bis hin zum Einsatz des Keyboards – grandios, dieses Interlude „Epicedium“ und wie bei „Haunted“ diese Synthie-Tupfen gesetzt werden. So packend wie damals ARTCLES OF FAITH. Und wie viel Wut und Verzweiflung in der Art des Gesangs von Josh rüberkommt: „I feel like fucking shit!“, brüllt er in „Feel like shit“. Teenager-Wut, die bis ins Erwachsenenalter nachhallt. Nichts gegen das Traditionslabel Indecision, aber früher wäre so eine Platte auf Alternative Tentacles erschienen.
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