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GEWOHNHEITSTRINKER

Schlägerei

Die neueste Veröffentlichung der Oi!-Punk-Band aus Freiburg, deren erste Platte anno 2003 sehr passend auf Scumfuck erschien. Oha, die Liebe zu Oi! und „Punx und Skins united“ wurde mir ab 1984 ausgetrieben, na ja, eher rausgeprügelt und mit Stahlkappen weggetreten. Auch die zweite Oi!-Welle in den 1990ern wurde zum Blindgänger ... und dann der eigene Bruder, der 1985 vom Oi! zum Bonehead mutierte – und sich immer als echten Skinhead sah und sieht. Und jetzt kommen GEWOHNHEITSTRINKER daher, mit durchaus sozialkritischen Texten wie bei „Armee der Unsichtbaren“ und einer klaren Haltung gegen rechts. Nein ich verdamme nicht jeden Skinhead – denn so sehen auch die GEWOHNHEITSTRINKER aus –, aber, hmm, okay, fange ich mal an. Der Sound erinnert stellenweise an OHL zur Zeit der „1000 Kreuze“-LP, hat wesentlich mehr Wumms als BECK’S PISTOLS seinerzeit, dann klingt es auch mal wie HERBÄRDS oder LOIKAEMIE. Gut, „Stark und stolz“, diese Wörter gehören nicht in meinen Wortschatz, bei „Antisocial media“ bin ich dann wieder ganz bei ihnen. Ihr merkt meinen Zwiespalt. Aber den muss ich wohl aushalten.

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