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H.P. LOVECRAFTS DIE KATZEN VON ULTHAR

Gou Tanabe

So brillant sind Gou Tanabes zeichnerische Imaginationen der Geschichten von H.P. Lovecraft, dass ich mir mittlerweile keine anderen grafischen Umsetzungen mehr vorstellen kann. In diesem Band hat sich der Japaner drei Geschichten von Lovecraft vorgenommen: „Celaphais“, „The Cats of Ulthar“ und „The Other Gods“. Die Drogenabsturzgeschichte eines jungen Schriftstellers ist umgesetzt wie eine moderne, düstere Fantasygeschichte, „The Other Gods“ finde ich von der Story her etwas banal, aber die allen Katzenfans unbedingt empfohlene Kurzgeschichte „The Cats of Ulthar“ ist wirklich eindringlich und hat fast schon einen tierrechtlichen Subtext: Wer Katzen tötet ... darf sich über die Folgen nicht wundern. Denn, wie Lovecraft schon wusste: „For the cat is cryptic, and close to strange things which men cannot see.“ Stellt sich mir die Frage, ob Lovecraft selbst Katzen hatte, die ihm beim Zeichnen um die Füße strichen. Für Lovecraft-Verhältnisse ist die Story fast schon warmherzig und emotional. Immer wieder beeindruckend, wie Tanabe es schafft, die Fantasiewelten des Horror-Pioniers so ausdrucksstark in fein schraffierte Zeichnungen umsetzen, gerade die Doppelseiter.

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