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H.P. LOVECRAFTS DAS UNSAGBARE

Gou Tanabe

Man könnte lästerlich über Lovecrafts schriftstellerisches Werk schreiben, dass der Meister des Raunend-Mystischen im Grunde ein One-Trick-Pony war: je mehr man von ihm gelesen hat, desto öfter denkt man sich, dass einem manches doch bekannt vorkommt. Ja, Lovecraft arrangiert seine Themen immer wieder neu, und gegen diesen „Das kenne ich doch von irgendwo ...“-Effekt sind die zeichnerischen Adaptionen des Japaners Gou Tanabe ein probates Mittel. Über die letzten Jahre wurde Tanabe zum Haus-und-Hof-Illustrator des schrulligen Howard Phillips Lovecraft (1890-1937) und hat seinen enorm detailreichen, exakten, von rasterigen Grauflächen geprägten Stil hier auf die Geschichten „An einen Träumer“, „Polaris“, „Der schreckliche alte Mann“, „Das seltsame Haus hoch oben im Nebel“, „Die Aussage des Randolph Carter“, „Das Unsagbare“, „Der silberne Schlüssel“ sowie das Textfragment „Azathoth“ angewandt. Die paar Farbseiten zeigen, wie man Lovecraft nicht umsetzen sollte, alles andere verfestigt den Status von Tanabe als idealen Lovecraft-Interpreten.

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