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GRAVEDIGGER V

All Black And Hairy

Wenn eine Band nur ein einziges Album veröffentlicht, kann es nicht schaden, wenn dieses den perfekten Titel und die bestmögliche Performance bietet. THE GRAVEDIGGER V aus Los Angeles ist mit ihrem legendären „All Black And Hairy“ genau dies gelungen – ein Album, das die 1980er-Garage-Szene massiv beeinflussen sollte. Die Band um „Lead Screamer“ Leighton Koizumi (später bei den immer noch aktiven MORLOCKS) hat natürlich einen durchweg revivalistischen, aber enorm unterhaltsamen Ansatz gefunden, um den Teen-Garage-Spirit der Bands aus der „Nuggets“-Ära in die 1980er zu zerren. Dazu gehört der blecherne Sound der Greg Shaw-Produktion genauso wie das kenntnisreich zusammengestellte Set, das je etwa zur Hälfte aus geschmackvollen Originalkompositionen und Covernummern besteht. Mit Songs wie „Do like me“, einer Moody-Punk-Nummer von UNCALLED FOR, macht man ja nie einen Fehler, und auch „Night of the phantom“ von LARRY & BLUE NOTES geht immer. Leighton gibt dazu den perfekten Yankee-Jagger, während Ted Friedman und John Hanrattie an Lead-Fuzz-beziehungsweise Rhythmusgitarre den Rave-up-Sound der YARDBIRDS auf US-Garage-Verhältnisse adaptieren. Ein überfälliger Rerelease, der im geschmackssicheren Munster-Katalog bestens aufgehoben ist und dem nun bitte noch eine Wiederveröffentlichung der GRAVEDIGGER V-Raritäten-Comp „The Mirror Cracked“ folgen möge.

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