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FRONTIER

Guillaume Singelin

Science Fiction in süß? In „Frontier“ erzählt der Franzose Guillaume Singelin eine Geschichte aus den Weiten des Weltalls, aber in einer allzu bekannten Welt: Kapitalismus, Umweltzerstörung, Raubbau, Ausbeutung und alles beherrschende Mega-Konzerne. Was auch entsprechend dreckig hätte umgesetzt werden können, besticht hier durch seinen besonderen Stil. Die Figuren sind inspiriert vom japanischen Chibi-Stil – alles ist eher süß und knuffig dargestellt und die Charaktere mit ihren großen Köpfen erinnern an Funko Pop-Figuren. Das steht im Kontrast zur Geschichte, spätestens wenn die ersten Menschen zu Tode kommen. Allerdings ist das ein ganz hervorragender Kniff, denn so wirken Gewalt und Kapitalismuskritik ganz anders als gewohnt. Dabei folgt man einer zusammengewürfelten Gruppe – eine Archäologin, eine Söldnerin, ein Arbeiter und ein Affe – auf ihrer Odyssee durch das Weltall und auf der Flucht vor den alles beherrschenden Corporations und ihrer Soldaten. „Frontier“ erzählt gekonnt ein Space-Abenteuer und weiß mit seinem speziellen Stil zu überzeugen, auch wenn der vielleicht zunächst gewöhnungsbedürftig ist.

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