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GUILT

Naked Rat Dance

Das dritte Album des schwedischen Duos ist im besten Sinne eine gelungene Mischung aus Electro-Punk und Riot Grrrl. „Naked Rat Dance“ kommt dabei überraschend gefällig daher und lädt ein zu einer ausgedehnten Tanzparty. Nach Revolte und Aufmucken sucht man nahezu vergebens, findet aber immerhin noch ein wenig Trotz zwischen den Zeilen. Emma Anitchka und Lizzy gegen sich gewohnt forsch, ein bisschen wild, etwas dark, allerdings weniger abgefuckt und rotzig wie noch auf ihrem Debüt. Dafür versprühen sie ohne Ende 1980er Synthwave-Vibes. Das hohe Tempo, die druckvollen Basslines und der starke Anteil elektronischer Elemente stehen ihnen ganz ausgezeichnet. Angesiedelt irgendwo zwischen Dancefloor und Autonomem Zentrum, manövrieren sich THE GUILT souverän durch elf kurzweilige Songs – was dabei fehlt, sind ein paar schmissige Hooks, die nachhaltig in Erinnerung bleiben. Zwar funktioniert „CBB“ auch in seiner zurückgenommenen Art dank cleverer Details und der französischen Lyrics, beweist „Our feline house“, die Hymne der Malmö Pride, Power und trumpft der Rausschmeißer „Basic witch“ endlich mit mehr Rohheit auf, doch so richtig fesseln kann keiner der Tracks. Das liegt vielleicht auch am nahezu konstanten Beat, der sich über die vollen 30 Minuten erstreckt. Dennoch: „Naked Rat Dance“ ist ohne Frage eine Platte mit viel Glitzer und Punk-Attitüde und ein vergnügliches Spektakel.

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