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GUTRECTOMY

Angst

Ausgefeilte Songstrukturen, ausufernde Solo-Passagen und epische Gesangseinlagen – das alles gibt es bei GUTRECTOMY nicht. Stumpf ist hier Trumpf. Schielten die Süddeutschen auf ihren beiden ersten Alben noch arg in Richtung Slam Death Metal, ist das Quartett mit dem Drittwerk „Angst“ nun geradewegs in Richtung Deathcore unterwegs. Was natürlich nicht bedeutet, dass Slam-typische Elemente wie Bassdrops, ultratiefe (und hohe) Growls oder ultraheftige Midtempo-Passagen fehlen würden. Ganz im Gegenteil, „Where life once thrived“ hat wohl den tiefsten Drop der Bandgeschichte auf Lager. Geblieben ist der Sinn der Jungs für funktionierende Ideen und ihre Ausführung. Kein Song hat Überlänge, nie wird eine Idee zu Tode geritten. Eher verschleppte Songs wie „Throne of ashes“ funktionieren genauso gut wie die etwas atmosphärischeren Nummern „Hollow echoes“ oder „Carnage in despair“. So bekommt der geneigte Fan ein von Simone Pietroforte perfekt und modern in Szene gesetztes Album zu hören, das über seine gut 30 Minuten Spielzeit unglaublich viel Spaß macht. Also gut dehnen, Mundwinkel nach unten und ab in den nächsten Moshpit!

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