
NUNOFYRBEESWAX spielen seit 2016 aufs Wesentliche reduzierte Garage-Pop-Miniaturen, die arglos daherkommen und gleichermaßen eine düstere Kante aufweisen. Während einige Songs hochgradig eingängig sind, scheuen andere nicht vor schieferen Harmonien zurück; mal schrammelt die Gitarre, mal schlägt sie wiederum ein Stakkato an, aber LoFi bleibt es in jedem Fall. Wie lässt sich dieser Sound bezeichnen? Proto-Indie, Shoegaze-Garage, Neo-C86? Nichts davon scheint hundertprozentig passend, aber alles zumindest halbwegs zutreffend. Welche Vergleichen lassen sich ziehen? THE B-52’S und THE FALL fallen mir ein, auch GIRLS AT OUR BEST! und THE CRAMPS neben unzähligen weiteren Referenzen. Nun ja, vielleicht muss sich die Klanglandschaft von „Hablo Raro“ auch nicht glasklar definieren lassen, jedoch scheinen NUNOFYRBEESWAX auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal gelegentlich etwas zu zerfasern, reiben sich ihre Songs in der Reihenfolge zu sehr andeinander. Aber nichtsdestotrotz reizt ihr charmanter Amateurismus, ihr genügsamer Minimalismus und das deutlich hörbaren Feuer für diesen rohen Sound, der sich wahrscheinlich auch beabsichtigt einer finalen Kategorisierung entzieht.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #178 Februar/März 2025 und Matti Bildt
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #155 April/Mai 2021 und Joachim Hiller