
Vor Jahren schrieb ich im Ox: „Die aus dem nordfranzösischen Rennes stammenden HEAD ON haben ihre Wurzeln in Bands wie DEAD HORSE PROBLEM, BORN IN FLAMES, NITROBREW, ORVILLE BRODY AND GOODFELLAS und FREDDY LYNX & THE CORNER GANG, klingen aber eher, als stammten sie aus Melbourne oder Sydney, als hätten sie den Sound des New Yorks der Siebziger, den Detroit-Rock jener Jahre verinnerlicht, und ja, vor allem RADIO BIRDMAN und NEW CHRISTS haben überdeutlich ihre Spuren verlassen. Rock’n’Roll von Akteuren, die nach ungesundem Lebenswandel, zu vielen Zigaretten, zu viel Alkohol, zu langen Nächten aussehen, aber damit leider auch erst jenen Humus schaffen, auf dem Musik jener lakonischen Machart gedeiht.“ Nach drei Alben und ein paar Singles sind HEAD ON wohl 2020 final von der Bühne gegangen und verabschieden sich mit „R.I.P. 2009-2019“, das aber bei genauerem Studium des Backcovers nicht ganz exakt betitelt ist: Unter den sechs letzten Songs findet sich auch Live-Material von 2020, andere wurden 2022 zu Ende produziert. Von meiner damaligen musikalischen Verortung gibt es nichts zurückzunehmen, bis zuletzt hatten HEAD ON eine Standleitung nach Down Under.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #104 Oktober/November 2012 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #115 August/September 2014 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Joachim Hiller