
Die Amerikaner HEART ATTACK MAN melden sich mit ihrem fünften Studioalbum zurück, das sich nicht nur mit Pferden, sondern auch mit dem Tod befasst. Auch wenn das Motiv Pferd gleich an verschiedenen Stellen des Albums vorkommt, startet das Album erst mal mit einer vollen Ladung Selbstzweifel – „One more song (Imposter syndrome)“ als Opener ist zweifelsohne eine mutige Wahl, denn es geht darin um die Zweifel daran, ob man überhaupt noch gute Songs schreiben kann. Doch das lässt sich dank der elf darauffolgenden Songs mit einem klaren ja beantworten. HEART ATTACK MAN haben es auch bei ihrem fünften Album noch drauf und präsentieren ein Album, das zielstrebig nach vorne geht, getrieben durch schnelle Gitarren und halbgeschriene Lyrics, wobei es nur selten Momente zum Durchatmen gibt. Dabei bietet das Album mehr als nur Hau-drauf-Sounds, sondern durchaus auch Songs mit Tiefe. Es geht um Depressionen („Laughing without smiling“, „Call of the void“) oder den Tod („Joyride the pale horse“). Nach 30 Minuten ist die Krach-Symphonie schon wieder vorbei, und man sehnt sich nach mehr. Wem das letzte PUP-Album „Who Will Look After The Dogs?“ gefallen hat, der wird auch Freude an „Joyride The Pale Horse“ finden. Ein absolut gelungenes Album!
© by Fuze - Ausgabe #100 Juni/Juli 2023 und Christian Biehl
© by Fuze - Ausgabe #112 Juni/Juli 2025 und Isabel Ferreira de Castro
© by Fuze - Ausgabe #100 Juni/Juli 2023 und Christian Biehl
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #168 Juni/Juli 2023 und Sebastian Wahle
© by Fuze - Ausgabe #112 Juni/Juli 2025 und Isabel Ferreira de Castro