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HEXAGON BRIDGE

Richard Blake

Ursprünglich als fünfbändige Miniserie bei Image Comic erschienen, gibt es bei Cross Cult die deutsche Erstausgabe von „Hexagon Bridge“ nun als kompletten Sammelband. Dass sich die Geschichte ursprünglich über mehrere Teile erstreckt hat, ist an dem ab und an recht undurchsichtigen bis zerfahrenen Handlungsverlauf deutlich zu erkennen. Was der Faszination für Richard Blakes Comicdebüt allerdings keinen Abbruch tut, im Gegenteil: Die so entstehenden Leerstellen lassen reichlich Interpretationsspielraum. Es entspinnt sich das surreale Science-Fiction-Abenteuer einer Familie von dimensionsreisenden Kartografen voller sich auflösender Welten und KI-befeuerter Androiden. Schräg, aber mit Blick auf die von Blake selbst angeführten, hauptsächlich in „Heavy Metal“-Ausgaben der 1980er aufgeschnappten Inspirationsquellen, darunter Moebius, Enki Bilal und François Schuiten, die er visuell und inhaltlich ausgiebig zitiert, nicht weiter verwunderlich. Eine deutlich modernisierte und dekonstruierte Jule Verne-Version mit einer großen Portion „Blade Runner“, der hoffentlich noch eine klärende Fortsetzung nachfolgt.

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