HOUSE I-IV

Vor einem knappen Jahr erschienen bereits alle zwischen 1985 und 1992 entstandenen „House“-Filme als DVD- und Blu-ray-Collection, uncut (bei „House III“ von 1989 fehlten auf DVD und VHS früher fast anderthalb Minuten), in guter Qualität und versehen mit reichlich Bonusmaterial. Jetzt gefolgt von den ersten drei „House“-Filmen separat auf DVD, Blu-ray und als 4K UHD Edition. Nur „House IV“ von 1992 ist ausschließlich als Teil der House-Collection erhältlich (wo auch das vollständige Bonusmaterial enthalten ist). Bei Lewis Abernathys Direct-to-Video-Produktion war möglicherweise für 4K nicht das nötige HD-Material vorhanden. Zudem handelt es sich bei Teil 4 um den schwächsten Film der Reihe, der ähnlich wie das Original wieder etwas komödiantischer ausfällt (William Katt ist darin erneut in seiner Rolle aus Steve Miners erstem Film zu sehen, zumindest kurz) und einige durchaus sehenswerte Szenen besitzt. Generell handelt es sich bei den „House“-Filmen hinsichtlich der Handlung und Machart um weitgehend eigenständige Fortsetzungen, deren verbindendes Element in der Videothek damals das auffällige Artwork mit der abgetrennten Knochenhand war, die für James Isaacs „House III“ von 1989 etwas variiert wurde. Das andere verbindende Element war Produzent Sean S. Cunningham, der 1979 als Regisseur von „Freitag der 13.“ das erfolgreichste Horrorfilm-Franchise überhaupt ins Leben gerufen hatte. Im Gegensatz zu den kruden und oft eintönigen „Freitag der 13.“-Slashern waren die House-Filme deutlich einfallsreicher, aber auch harmloser, sieht man mal von „House III“ ab, ein Serienkiller-Geisterhaus-Hybrid, der sich ein wenig bei Wes Cravens „Shocker“ bediente. Weiterhin viel Charme besitzen vor allem die parodistischer angelegten ersten beiden Filme, die ein wenig den Geist der Horror-Comic-Serien von EC Comics aus den 1950er Jahren versprühen.

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