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INGE & HEINZ

Ick hab grad nich zujehört – ick hab Zitronen jeschnitten!

Geht eine alte Dame in den Buchladen. „Was wünschen Sie?“, fragt die Verkäuferin. „Ach“, sagt die Dame, „das ist mir egal. Hauptsache, etwas zum Lachen oder zum Weinen.“ Nun kann man diese schöne Metapher nicht 1:1 auf den Punkrock übertragen, aber bei INGE & HEINZ, dieser schrägen Kapelle aus Luckenwalde, musste ich unweigerlich daran denken. Für mich ist der Fall klar: Der Humorfaktor bei diesem Sextett ist derart hoch, dass ich gar nicht anders kann, als sofort mitzufiebern. Wegen der vielen Einfälle, dieser bunten Ideen-Revue, diesem Smoothie aus Metal, Fun-Punk und infantilem Schabernack, das einen nur schwer loslässt. Unter Vorbehalt natürlich, denn viele wollen das einfach nicht verstehen. Der Gedanke an „Tetrapackrotwein in Friedrichshain“ und den frechen „Raucherdackel“ ist einfach köstlich – wie für alte Damen der Eierlikör, den die Combo sogar als ihr Bandgetränk feiert. „Eierlikör ick schwör!“ lautet die Parole, und der wechselnde Gesang von Buzz Dee und Gitti K. macht mächtig Laune. Und wer wissen will, welche Gruppen ein „Megafon“ als Instrument nützen, kommt an dieser coolen Scheibe nicht vorbei. Die Band hat seit 2012 bereits sehr viele Gigs gespielt, das jedoch zu 90% in Ostdeutschland. Das ist windschief, also „westdeutsche“ Booker, ran an dieses Party-Juwel!

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