
Boah ... das muss man erst mal verkraften! Diese unscheinbare braun-graue 7“-Hülle hat es in sich. Ein belgischer Freund, der mir diese 7“ schenkte, erklärte mir die dazugehörige Geschichte. Das Cover der neuen 7“ der Band aus Belgien nimmt Bezug auf belgische Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland in Konzentrationslagern unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten. Der Opa eines Bandmitglieds stellte den abgebildeten Briefumschlag, den er damals aus Deutschland nach Belgien schickte, zur Verfügung. Als hellhäutiger Belgier und Nicht-Jude durfte er Briefe schreiben, allerdings unter strenger Zensur, keine Details über den Aufenthalt in Deutschland zu berichten. Diese Briefe zeichneten dennoch ein Bild davon, wie verheerend die Zeit im Lager war. Es herrschte Armut, Einsamkeit, Sehnsucht, Unsicherheit über die Zukunft und gleichzeitig ging das tägliche Leben weiter. Über die Zwangsarbeitslager während des Zweiten Weltkriegs ist wenig bekannt. Deshalb war es BURNING KROSS wichtig zu erwähnen, dass im Krieg vieles verborgen blieb und es mehr Opfer gab, als das man auf den ersten Blick sehen konnte. Und gerade die führenden Köpfe der rechten Parteien in Europa nutzen heute alle Arten von Propaganda, um die Menschen zu täuschen. Der 7“ liegen vier Kartonblätter mit absolut tollen Zeichnungen von Keith Caves bei, die das Grauen während der Zwangsarbeit in Deutschland visualisieren. Diese Bilder und die Musik werfen ein krasses Licht auf die aktuelle Realität, was wichtig ist, damit wir unsere Augen vor der Gefahr der neuen faschistischen Weltordnung nicht verschließen. Lasst euch nicht täuschen! Die AfD und andere populistische Arschlöcher tragen immer ein falsches Lächeln auf ihren Fickfressen! Musikalisch spielen BURNING KROSS eine fantastische Version des US-Punk, hier dienen 86 MENTALITY und NEGATIVE APPROACH als Referenz.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Helge Schreiber