
Coverversionen satt: BOY DIVISION aus Hamburg. Teilweise radikal reduzierte Songs, die dann irgendwo zwischen Voodoo Rhythm Records-Trash, FLYING LIZARDS und BIG BLACK wieder zum Leben erweckt werden. Der Gesang kommt über ein Megafon. Das Ergebnis ist einzigartig. Ob nun „Sweet dreams“ oder „Ace of spades“ beziehungsweise „Teenage kicks“, „Losing my religion“ oder „Mongoloid“ – BOY DIVISION brennen eine krachiges Garage-Punk Feuerwerk ab. Nur bei „That’s entertainment“ bleibt Luft zum Atmen. „Ill“ enthält insgesamt 16 Songs, darunter drei Bonustracks, die 2001 auf der Erstveröffentlichung als CD („Sleep!“, „Love will tear us apart“) beziehungsweise 2010 auf der Vinylausgabe („Teenage kicks“) nicht dabei waren. Die 300er-Auflage im grauen Vinyl enthält noch ein Inlay mit Linernotes: „Es war nicht so, dass die Leute BOY DIVISION nicht gemocht hätten, sie hatten einfach nur Angst“, so der damalige Booker nach einem Auftritt in Kassel.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #49 Dezember 2002/Januar/Februar 2003 und Lars "Abel" Gebhardt
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