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WAND

In A Capsule Underground

Mitte letzten Jahres erschien das aktuelle Album „Vertigo“ der in Los Angeles ansässigen Neo-Psychedelic-Band WAND, deren anfangs noch ruppigerer Garage-Sound sich inzwischen mehr in Richtung FLAMING LIPS bewegt hat, was ihre psychedelisch-noisige kunstvolle Verfremdung von Pop angeht. Vor elf Jahren erschien ihr Debüt „Ganglion Reef“, wie alle ihre Platten bei Drag City veröffentlicht, auch wenn es sich in diesem Fall um deren Sublabel God? handelte. Die einzige Ausnahme stellte das zweite, äußerst noisige Album „Golem“ dar, das bei In The Red erschien. Vor allem an Fans der Band gerichtet ist die aktuelle Veröffentlichung „In A Capsule Underground“, die „Ganglion Reef“-Songs in Demoversionen enthält, aber auch unveröffentlichte Stücke „from Wand’s salad days“, wie es von Seiten des Labels heißt. Meistens sind Releases dieser Art extrem unnötig und auch kein wirklicher Hörgenuss, was man von „In A Capsule Underground“ nicht gerade sagen kann. Zwar hört man den zwölf Songs an, dass sie nicht perfekt produziert sind, aber es handelt sich hier auch nicht um unfertiges Proberaummaterial oder so was. Ein Großteil der Bands im Garage- und Psychedelic-Bereich klingt auf ihren normalen Releases auch nicht besser, wo ja LoFi-Ästhetik meist großgeschrieben wird. Eigentlich unterstreicht „In A Capsule Underground“ sogar sehr gut die songwriterische Qualität, die WAND schon zu „Ganglion Reef“-Zeiten besaßen, zwischen BEATLES-Harmonien und ausuferndem psychedelischen Shoegaze-Noise, darunter ein früher Hit wie „Generator larping“, der auch auf dem neuen Album „Vertigo“ kein Fremdkörper wäre.

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