
ALIGHT HAVENS aus Gladbeck spielen auf ihrem Debüt emotionalen Post-Hardcore. Wenn die Band bei ihrer Herkunft nicht gelogen hat, bringt der erste Satz so ziemlich alles passgenau auf den Punkt. Darüber hinaus möchte zudem unterstrichen werden, mit welchem Enthusiasmus und mit welcher Energie das Trio auf „Indigo“ zu Werke geht, denn schon der Opener „What happened so far“ kommt ohne Umschweife zum Punkt und stellt die Stärken der Band in den Mittelpunkt – energetische und melodieverliebte Gitarren, die imstande sind, einen Song zu tragen. „Life is easier now“ steht dem in nichts nach und steigert den Wiedererkennungswert noch einmal. Sowieso steht „Indigo“ für kompaktes Songwriting, bei dem nur ein Track die 3:30 Minuten-Grenze überschreitet und die neun Songs des Albums unter einer halben Stunde ins Ziel bringt. Da fällt es auch kaum auf, dass sie sich hier fast durchgehend auf eine ähnliche Rezeptur verlassen, was die Trademarks der Songs betrifft. Den eigenen Kosmos zu erweitern und auszudefinieren, sollte aber auch gar nicht die Aufgabe eines Debüts zu sein. Bei „Indigo“ geht es zunächst darum, sich spielfreudig und voller Tatendrang zu präsentieren, und das gelingt tadellos. Alles andere werden wir mit Sicherheit in Zukunft von ALIGHT HAVENS zu hören bekommen.
© by Fuze - Ausgabe #110 Februar/März 2025 und Christian Biehl
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #178 Februar/März 2025 und Sebastian Wahle