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Sonic Cure

Wenn man als bayerisches Post-Rock-Trio nach acht Jahren Funkstille noch mal mit einem neuen Album um die Ecke kommt, braucht es Gründe. Zwingende nicht unbedingt, aber doch gewichtige. Selbstverwirklichung? Liebe zu Musik, Mensch, Kultur? Gruppentherapie via Rockrhythmen? Klar, lassen wir hier alles gelten, ganz besonders in Seuchenzeiten. Die besten Platten sind sowieso meist die, auf die niemand gewartet hat. Aber (zurück) zum Inhalt: Bei einem Bandnamen, der auf einen Albumtitel von dieser Ihr-wisst-schon-welche-Dischord-Legende verweist, erwartet man DC-Vibes en masse oder zumindest Post-Rock traditioneller Prägung. Leider oder auch zum Glück bedienen die Münchner unser Bedürfnis nach leicht verschubladbaren Klängen nicht, sondern mäandern in diesen elf Songs einmal stilsicher durchs Alternative-Rock-Universum. Ob hier manchmal etwas weniger doch mehr sein könnte, liegt sicher im Auge der Betrachterin. Ich fand die Bandbreite an Einflüssen und Exkursen jedenfalls sehr erfrischend und denke, dass das dynamische Material von SONIC CURE besonders live jede Menge Energie freisetzt. Ach ja, gibt’s auch im Doppel-LP-Format mit farbigem Vinyl.