
Das gefeierte fünfköpfige Soul-Ensemble aus Kopenhagen kehrt nach einer Handvoll EPs sowie zwei Alben (2017 und 2022) mit einem reinen Instrumental-Album ins Rampenlicht zurück. Darauf gibt’s eine feine Mischung aus von Agentenfilm-Soundtracks inspirierten Acid-Jazz-Fegern, Hammondorgel-Abusus, Easy Listening und regelrechtem Seventies-Porn-Groove. Dabei feuern die fünf ausnahmslos talentierten Musiker (Fun Fact: drei davon spielten bis 2013 bei den Garage-Punkern BREAKERS) aus allen Rohren, Quincy Jones hätte sie 1972 mit Sicherheit für einen Filmscore engagiert. Und wer nicht bei der gepfiffenen Nummer „Hernandez“ daran denkt, ein Casino an der Côte d’Azur auszurauben, wird’s nicht mehr weit im Leben bringen. Rififi-Riffs vom Feinsten! Eingestreute Spoken-Word-Passagen ergänzen das cineastische Feeling und auch die außerordentlich tiefgründige Produktion von Mads Brinch Nielsen im Black Tornado Studio tut den fein ziselierten Kompositionen sehr gut; John Barry und Ennio Morricone hätten es bestimmt auch gemocht. Darauf einen Martini – geschüttelt, nicht gerührt.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #125 April/Mai 2016 und Gereon Helmer
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Gereon Helmer