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JACKE SCHWARZ

Po Pucu unterwegs

Kontinuität ist bei Jacke Schwarz angesagt. Der Weg, den er auf dem Vorgänger „Witaj“ eingeschlagen hat, setzt der EASTIE RO!S-Bassist auf dem zweiten Album weiter fort. Es gibt erdigen Rock mit Folk- und Country-Elementen, mal in deutscher, mal in sorbischer Sprache, unterstützt von einer sehr souverän-gelassenen Backingband. Jacke nennt das, was er macht, „Lusitzana“, also quasi Americana aus der Lausitz, und das ist so schön wie treffend. In einem Song wird namentlich JJ Cale erwähnt, Bruce Springsteen oder Townes Van Zandt könnten als Referenz auch genannt werden. Sowieso ist der Sound von Jackes neuem Solo-Album weniger im räudigen Berlin Punkrock zu verorten als in einer Art Country/Folk-Rock, die weit zugänglicher ist als der Easties-Sound. Die Vielfalt macht „Po Pucu unterwegs“ zu einem spannenden Album, das – wie der Titel schon andeutet – auch immer eine gewisse Getriebenheit und Sehnsucht nach dem Weiterziehen ausstrahlt. Diese Punk-artige Unruhe zieht sich latent durch die Platte, möglicherweise weil die Überschneidungen und Verbindungen zur Szene in Berlin doch da sind. Und vielleicht liegt es an den recht straighten Lyrics, aber zuweilen überkommt mich bei diesen neuen Jacke-Songs auch ein wohliges TON STEINE SCHEIBEN-Feeling. Insgesamt ein sehr schönes und vielseitiges Ding.

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