Foto

ROXIES

Keep You Up At Night

Die richtige Platte zur falschen Jahreszeit? Ja, das gibt es. Denn was die Berliner:innen THE ROXIES auf ihrem zweiten Album raushauen, schreit dermaßen nach schwitzigen Sommernächten in muffigen Kellerclubs, dass man glatt das nasskalte Wetter vergessen und direkt drauflos zappeln möchte. Hier werden 1960s-Pop, 77er-Punkrock und eine gehörige Prise Rock’n’Roll mit Verve zu einer höchst explosiven Mischung verbacken. Was das Quartett um seinen britischen Frontmann Matt Conway bereits auf dem 2022er Debüt „Don’t Wanna Dance Because I’m Told To“ begann, wird auf „Keep You Up At Night“ konsequent weitergeführt und verfeinert. Knackige Drums und schrammelige Gitarren treffen auf Pop-Harmonien, Garage-Beats und zuckrige Gesangstunes, um sich direkt in den Gehörgängen festzusetzen. Vor allem in Kombination mit den Backingvocals von Bassistin Imke funktioniert das Boy-meets-girl-Wechselspiel unwiderstehlich gut. Die Vorabsingle „Animals“ war bereits ein feiner Appetizer auf die insgesamt zwölf Songs an der Nahtstelle von BUZZCOCKS, NIKKI AND THE CORVETTES, STEVE ADAMYK BAND oder den ebenfalls aus Berlin stammenden Senkrechtstartern POWER APES. Powerpop-Aficionados sollten, nein, müssen hier unbedingt mal ein Ohr riskieren.

Anzeige