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KID KAPICHI

Fearless Nature

Wenn mir jemand das Album vorgespielt hätte, ohne den Interpreten zu verraten, hätte ich nie auf KID KAPICHI getippt. Gerade auf dem letzten Album „There Goes The Neighbourhood“ (2024) war die Band aus Hastings wie ein Rudel wildgewordener Straßenköter mit Beißreflex, die Punk, Rock und Rap miteinander kombinierten wie BOB VYLAN. Die Songs waren catchy und voller Energie. Auf ihrem vierten Album „Fearless Nature“ haben Jack Wilson und Eddie Lewis aber die Handbremse gezogen. Es wirkt fast so, als wären die beiden Briten erwachsen geworden. Als das Album zur Hälfte fertig war, kündigten Gitarrist Ben Beetham und Schlagzeuger George Macdonald an, die Band zu verlassen. Sie spielten noch alle Songs ein und wurden danach durch Live-Musiker ersetzt. Inhaltlich verarbeitet Sänger Jack Wilson eine schwere psychische Krise, die er im Sommer 2024 hatte. Das Album ist wie ein Brief an ihn selbst, sagt Wilson. „Ich fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben außer Kontrolle. Wenn ich mir das Album jetzt anhöre, höre ich Dinge, die sich anfühlen, als wären sie von jemand anderes geschrieben worden. Jedes Lied erforscht diese Gefühle auf unterschiedliche Art und Weise.“ Der Sound ist deutlich ruhiger und trippiger. Produziert haben „Fearless Nature“ Mike Horner (FRANZ FERDINAND, THE KOOKS) und Gitarrist Ben Beetham. Hoffentlich geht’s Jack beim nächsten Album wieder besser.

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