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KILLER WOLF

s/t

„Don’t judge a book by its cover“ ist eine altbekannte Weisheit, die auch für dieses Debüt gilt. Das Plattencover ist derart nichtssagend, dass ich leicht skeptisch den Tonarm senke. Doch, oh ja, hier sind fünf Musiker aus Mexiko am Werk, die exakt wissen, wie der Hase läuft. Filigran und eigenständig spielen sie sich durch ihre zwölf Eigenkompositionen. Der Vorteil: Die beiden Gitarristen plus der Kontrabassist verfassen die Lieder, so dass nicht alles nur auf dem Können eines einzigen Musikers fußt. Zu Beginn hauen sie eine Ode an Lemmy heraus. Hier und da erinnern sie an die Franzosen CELICATES. Eine surfige Western-Gitarre, die Fernweh erzeugt, viel Rhythmus, der sich bis in den Folklore-Bereich wagt, und dazu ein Kontrabass, der alles großartig untermalt. Man nehme nur den Song „Adrenalina“, bei dem es ein unglaublich gut getimetes Zusammenwirken von Kontrabass und Leadgitarre gibt. Mit erhöhtem Tempo, ja, aber kein effektheischendes Geschepper aus der Neuzeit des Psychobilly.

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