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KNOCKED LOOSE

You Won’t Go Before You’re Supposed To

Manch einer mag an KNOCKED LOOSE weiterhin nicht viel Besonderes finden, weil die Stimme des Shouters als zu dünn und die Musik als zu trendy empfunden wird. Nun ja, ich hatte es bisher so verstanden, dass im Hardcore jeder seine Stimme erheben darf, der etwas zu sagen hat. Zudem vertont die Band die eigene Verzweiflung durchgehend glaubhaft abseits jeglicher Schablonen. Wenn der Hasskick damit fertig ausgedrückt ist, reichen bei „Moss covers all“ eben auch mal 46 Sekunden. Hauptsache, es ist alles gesagt. Weiterhin toppen sich KNOCKED LOOSE mit dem fast erdrückend dichten, aber dennoch nicht zu dick aufgetragenen Sound, einer erneuten Steigerung der Intensität im Songwriting und allem anderen selbst. Breakdowns wirken auch weniger wie sinnentleertes Rumgeprolle, sondern dienen vielmehr der Katharsis der eigenen Hilflosigkeit. Hier wird weder das Rad noch der eigene Bandsound neu erfunden, aber in jeglicher Hinsicht so an den Stellschrauben gedreht, dass alles einfach noch ein bisschen besser und intensiver als auf dem Vorgänger ist, so gehört sich das. 28 Minuten wirken auch nur auf den ersten Blick kurz; wer danach noch nicht bedient ist, drückt einfach erneut auf Play. Das ist Mosh mit Hirn und Herz.

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