
„Zurschaustellung des Könnens“ also, soso. Das darf man nun nicht im Sinne instrumentaler Virtuosität oder fortgeschrittener Songwritingkünste verstehen – hier geht es immer noch in erster Linie um Moshparts und Gegröle. Das machen KUBLAI KHAN weiterhin sehr solide. Warum sie immer wieder regelrechte Hypes erfahren, erschließt sich mir allerdings immer weniger. Natürlich muss sich eine Bollo-Band nicht mit jeder Veröffentlichung neu erfinden, dass ich die vergangenen Werke aber allesamt spannender fand als dieses großmäulig betitelte Album, spricht leider für sich. Man nehme eine große Portion Beatdown, ein bisschen HATEBREED, die vergleichsweise allerdings progressiv und anspruchsvoll wirken, und einen Hauch Sludge, fertig ist der Salat. Auch wenn ich es primitiv mag, klingt „Exhibition Of Prowess“ für mich immer wieder nach einer Metalcore-Band, die man so runterreduziert hat, dass außer Geprolle eigentlich nicht mehr viel überbleibt. Nach dem zweiten Hören gibt es einfach nichts weiter zu entdecken und die eigentlich so wichtigen großen Pit-Momente, die grundsätzlich artverwandte Oldies wie HATEBREED oder 100 DEMONS bieten können und konnten, bleiben ebenfalls aus.
© by Fuze - Ausgabe #94 Juni/Juli 2022 und Manuel Stein
© by Fuze - Ausgabe #108 Oktober/November 2024 und Manuel Stein
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© by Fuze - Ausgabe #93 April/Mai 2022 und Philipp Sigl