
Nach zwei EPs und diversen Singles haben LAWN CHAIR endlich ihr Debütalbum aufgenommen. Drei Jahre Anlaufzeit haben sie für die neun Songs gebraucht. Vielleicht sind sie deshalb so gut geraten. Sehr poppig, sehr tanzbar, sehr catchy. Also keine Zeit, sich auf den Gartenstuhl zu lümmeln. Eine bass- und beatlastige Mischung aus Post-Punk, Dance, Pop und Indie, die auf jedem Dancefloor funktioniert. Ähnlich wie die Musik von PIP BLOM, VIAGRA BOYS oder BECK. Gitarren und Keyboards Seite an Seite. Alle Tracks zwischen zwei und vier Minuten lang. Fachmännisch produziert von Indie-Papst Olaf Opal (THE NOTWIST, DIE STERNE, BEATSTEAKS). Gemischt von Chris Coady (TV ON THE RADIO, YEAH YEAH YEAHS). Prägend ist die Stimme von Sängerin Claudia Schlutius, die ursprünglich aus Seattle stammt und nach Köln ausgewandert ist. Dort hat sie vier Mitstreiter gefunden und vor drei Jahren die Band LAWN CHAIR gegründet. In den Texten erforscht die Band unsere Existenz im Spätkapitalismus, gefangen im Netz aus Smartphone-Sucht und toxischer Männlichkeit. Der Fluch der modernen Welt. Songs über Zwänge, Liebe, Männer und andere bedrückende Themen, wie sie selbst sagen. Mit ihrem Sound haben es die Kölner schon bis ins Vorprogramm von SLEAFORD MODS geschafft. Und das war erst der Anfang, wenn sie so weitermachen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #169 August/September 2023 und Marco Scheurer
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Wolfram Hanke